Was ist Performative Skateboard Malerei?

Art of Motion von Sven Schiefer

Performative Skateboard Malerei ist eine junge, innovative Kunstform, die Skateboarding, Performance und Malerei miteinander verbindet. Anders als bei klassischen Gemälden steht hier nicht nur das fertige Kunstwerk im Vordergrund, sondern der Prozess der Entstehung. Die Leinwand wird zur Bühne, das Skateboard zum Pinsel und der Körper des Künstlers zum Werkzeug. Jede Bewegung hinterlässt ihre Spuren und macht das Ergebnis zu einem einzigartigen, lebendigen Ausdruck von Dynamik, Balance und Kreativität.

Im Zentrum dieser Kunstform steht die Idee, dass Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden soll. Die Kombination aus Bewegung, Geschwindigkeit und Farbauftrag schafft Werke, die Geschichten erzählen – Geschichten von Momenten, die nicht wiederholbar sind, von Bewegungen, die flüchtig und gleichzeitig präzise sind. Die Spuren auf der Leinwand werden zu Zeugnissen einer Handlung, die für sich genommen schon Kunst ist.

Art of Motion - Performative Skateboard Malerei
Bild: Golden Ratio G-Turn
Golden Ratio G-Turn

Der performative Ansatz

Der Begriff „performativ“ beschreibt in der Kunst den Moment, in dem eine Handlung selbst zum Kunstwerk wird. Bei der performativen Skateboard Malerei bedeutet dies, dass der Entstehungsprozess der Hauptakteur ist. Das Publikum erlebt live, wie das Werk entsteht, und nimmt nicht nur das fertige Bild wahr, sondern auch den Energiefluss, die Bewegungen und Entscheidungen des Künstlers. Jede Performance ist einmalig, selbst wenn ähnliche Bewegungen wiederholt werden, verändern sich Farbe, Linienführung und Ausdruck subtil und unvorhersehbar.

Die performative Dimension schafft eine Verbindung zwischen Künstler und Betrachter. Die Zuschauer werden Teil des kreativen Prozesses und erleben die Entstehung als Ereignis, das Emotionen, Spannung und Intensität transportiert. Dabei ist nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie der Künstler mit dem Raum, dem Skateboard und der Farbe interagiert.

erformative Skateboard Malerei in Zürcher Villa“, „Farbspuren durch Skateboardbewegung“, „Einzigartige Kunstwerke auf Leinwand“ 
Bild: Leere Fläche
Leere Fläche für meine performative Skateboard Malerei

Die Technik hinter der Kunst

Die Technik der performativen Skateboard Malerei erfordert Präzision, Körperbeherrschung und ein gutes Verständnis von Farbe und Material. Ein grosses Papier wird auf dem Boden fixiert, sodass das Skateboard ungehindert darüber gleiten kann. Die Farbe wird so vorbereitet, dass sie sowohl haftet als auch fliesst, um die Dynamik der Bewegungen sichtbar zu machen. Unterschiedliche Farbaufträge erzeugen verschiedene Texturen, von feinen Linien bis hin zu kräftigen Farbflächen.

Der Künstler nutzt das Skateboard als Malwerkzeug. Rollen, Bremsen, Drehungen und Sprünge beeinflussen den Farbauftrag. Jede Bewegung verändert das Muster, jede Drehung hinterlässt eine andere Spur. Die Geschwindigkeit, mit der der Künstler fährt, die Richtung, die er einschlägt, und die Kraft, mit der er das Board bewegt, bestimmen letztlich das Endbild. Die Herausforderung liegt darin, Kontrolle und Intuition zu verbinden – zu wissen, wann man präzise steuert und wann man den Zufall wirken lässt.

Die Dokumentation der Arbeit durch Fotos und Videos ist essenziell, um die Bewegung, die Energie und den Entstehungsprozess festzuhalten. Verschiedene Perspektiven dokumentieren sowohl die Gesamtfläche als auch die Details der Farbspuren, sodass Betrachter die Dynamik nachvollziehen und die Komplexität der Arbeiten erkennen können.

erformative Skateboard Malerei in Zürcher Villa“, „Farbspuren durch Skateboardbewegung“, „Einzigartige Kunstwerke auf Leinwand“
Bild: präpariertes Skateboard
Präpariertes Skateboard

Sommerhaus in Zürich: Die erste Serie

Die erste Serie meiner performativen Skateboard Malerei entstand in einer alten Villa in Zürich. Der zentrale schöne Raum mit hohen Decken, alten Holzböden und der besonderen Atmosphäre bot eine einzigartige Kulisse für die Werke.

Jedes Werk entstand durch sorgfältiges Experimentieren mit Farbe, Boardbewegung und Raum. Die Spuren auf dem Papier dokumentieren den Moment, in dem Bewegung auf Fläche trifft, auch wenn dies bisher noch ohne Publikum geschah. Die Entstehung der Serie war ein intensiver Prozess, bei dem Technik, Intuition, Kreativität und Zeitdruck verschmolzen.

Obwohl noch keine Live-Performance stattgefunden hat, ist die Idee einer Performance bereits zentral. Die Arbeiten aus der Villa zeigen, wie Bewegung, Farbe und Raum miteinander interagieren. Sie bilden die Grundlage für zukünftige Veranstaltungen, bei denen das Publikum den Entstehungsprozess direkt erlebt. Die Werke selbst vermitteln bereits die Energie und Dynamik, die bei einer Live-Performance spürbar sind.

Bild nach einer intensiven Woche

Einzigartigkeit und multisensorisches Erlebnis

Performative Skateboard Malerei zeichnet sich durch ihre Einzigartigkeit aus. Kein Werk gleicht dem anderen, da selbst kleinste Unterschiede in Geschwindigkeit, Balance oder Farbauftrag die Struktur und Wirkung verändern. Jede Linie ist ein Ausdruck eines Moments, jede Kurve ein Zeugnis des Flows. Die Kunst lebt von der Spontanität und der Einmaligkeit des Prozesses.

Zugleich entsteht ein multisensorisches Erlebnis. Das Publikum nimmt nicht nur visuelle Eindrücke wahr, sondern hört das Rollen des Boards oder Begleitmusik, riecht die Farbe und spürt die Spannung des Moments. Die Kombination aus körperlicher Bewegung, Farbwirkung und Raumgestaltung und optional Musik schafft eine intensive, beinahe immersive Erfahrung, die weit über das Betrachten eines statischen Gemäldes hinausgeht.


Historischer Kontext und Inspiration

Performative Skateboard Malerei ist eine Kunstform, die Performance, Street Art, Urban Culture und künstlerische Intuition miteinander vereint. Skateboarding selbst hat seine Wurzeln im urbanen Raum und ist eng mit Jugendkultur, Musik und Street Art verbunden. Die Transformation dieses Sports in ein Kunstmedium ist ein natürlicher Schritt, der Urbanität, Bewegung und künstlerische Experimentierfreude miteinander verkörpert.

Inspiration kommt sowohl aus der klassischen Malerei, insbesondere aus der Action Painting-Bewegung der 1950er und 1960er Jahre, als auch aus der modernen Performancekunst. Diverse Künstler haben gezeigt, dass der Malprozess selbst ein künstlerischer Ausdruck sein kann. In der Skateboard Malerei wird dieses Prinzip in eine zeitgenössische, dynamische Form übertragen, die Sport, Performance und Malerei vereint.


Vom urbanen Raum in die Galerie

In der performativen Skateboard Malerei wird urbane Energie in den Kunstkontext übertragen. Der Boden einer Galerie wird zur Skatefläche, die Leinwand zum Spielfeld für Farbspuren. Diese Verschiebung der Perspektive eröffnet neue Möglichkeiten für Künstler und Publikum. Skateboard-Fans entdecken Kunst, Kunstinteressierte entdecken Skateboarding, und die Kombination erzeugt eine besondere Spannung, die beide Welten bereichert.

Die Präsentation in Galerien oder bei Live-Events schafft ein einzigartiges Erlebnis. Der Betrachter sieht nicht nur das fertige Werk, sondern kann den Energiefluss und die Bewegung nachvollziehen. Die Performance wird zu einem Event, das Emotionen weckt und die Sinne anspricht.

Performative Skateboard Malerei in Zürcher Villa“, „Farbspuren durch Skateboardbewegung“, „Einzigartige Kunstwerke auf Leinwand“
Bild: Galerie Beispiel
Galerie Beispiel

Die künstlerische Philosophie

Für mich steht der Moment der Entstehung im Mittelpunkt. Jede Bewegung, jede Entscheidung, jede Linie ist Ausdruck eines flüchtigen Augenblicks. Die Kunst lebt von der Balance zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Jede Performance ist ein Dialog zwischen Künstler, Board, Farbe und Raum. Ich sehe meine Kunst als Zusammenspiel zwischen urbaner Kultur und künstlerischer Intuition. Gefühl und Flow werden zu einem Kunstwerk.

Die Arbeit fordert Präzision, Intuition und Körperbeherrschung. Gleichzeitig belohnt sie mit Ergebnissen, die lebendig, energetisch und einzigartig sind. Die performative Skateboard Malerei ist mehr als Technik, sie ist eine philosophische Auseinandersetzung mit Bewegung, Zeit und Spuren. Sie fragt danach, wie wir Momente sichtbar machen, wie flüchtige Augenblicke des Flows und Bewegungsexpressionen in Kunst transformiert werden können.

Performative Skateboard Malerei in Zürcher Villa“, „Farbspuren durch Skateboardbewegung“, „Einzigartige Kunstwerke auf Leinwand“
Bild: Long Exposure Motion
Long Exposure Motion

Faszination für Publikum und Künstler

Die Faszination liegt nicht nur in der visuellen Wirkung der Werke, sondern auch in der Interaktion zwischen Künstler und Publikum. Zuschauer erleben die Dynamik live, fühlen die Spannung des Moments und erkennen die Einzigartigkeit jedes Kunstwerks. Die performative Dimension macht die Kunst lebendig und emotional, weil sie Bewegung, Farbe, Raumund Musik zu einem untrennbaren Erlebnis verbindet.

Die Dokumentation durch Video und Fotografie erlaubt es, die Performance auch nachträglich zu erleben. Verschiedene Blickwinkel und Nahaufnahmen zeigen die Tiefe der Arbeit und machen den kreativen Prozess nachvollziehbar. Die Verbindung von Performance, Sport und Malerei schafft ein Kunstwerk, das in seiner Entstehung genauso wichtig ist wie im Ergebnis.


Fazit

Performative Skateboard Malerei ist eine innovative Kunstform, die Skateboarding, Performance und Malerei vereint. Sie schafft einzigartige Werke, die von Bewegung, Energie und Momenthaftigkeit geprägt sind. Die Kunst lebt vom Prozess, von der Dynamik und der Interaktion mit dem Publikum. Jedes Werk ist einmalig, jede Performance ein Ereignis.

Die Kunstform überschreitet Grenzen zwischen Sport, Urban Culture und klassischer Malerei und öffnet neue Perspektiven auf Kreativität und Ausdruck. Sie fordert Präzision, Intuition und Körperbeherrschung und belohnt mit Ergebnissen, die intensiv, lebendig und emotional sind. Wer eine Performance erlebt, erkennt sofort, dass hier nicht nur ein Bild entsteht, sondern ein Ereignis, das Moment, Bewegung und Ausdruck in einzigartiger Weise zusammenführt.

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